Dass ein solches Wochenende gelingt, ist keineswegs selbstverständlich. Bereits in den Wochen und Tagen zuvor wurde geplant, organisiert, aufgebaut und vorbereitet. Viele fleißige Hände sorgten dafür, dass sich unsere Gäste vom ersten Moment an willkommen fühlen konnten. Dafür gilt allen Helferinnen und Helfern ein herzliches Dankeschön.
Ein gemeinsamer Auftakt
Der Startschuss fiel am Freitagabend auf dem Kirchengelände. Bei einer zünftigen bayrischen Brotzeit, blieb viel Zeit für erste Gespräche und das Wiedersehen mit vertrauten Gesichtern. Schnell wurde deutlich: Nach zwölf Jahren verbindet die Gemeinden weit mehr als eine offizielle Partnerschaft – es ist eine Freundschaft entstanden.
Den Abschluss des Abends bildete eine gemeinsame Andacht. Im Mittelpunkt stand der Bibeltext aus Römer 12,2 mit der Aufforderung des Apostels Paulus, sich nicht dieser Welt gleichzustellen, sondern sich durch die Erneuerung des Sinnes verändern zu lassen. Dabei wurde deutlich, dass Glaube im Alltag sichtbar werden möchte – auch im verantwortungsvollen Umgang mit Gottes Schöpfung und im liebevollen Miteinander.
Geschichte, die nicht vergessen werden darf
Am Samstag führte der gemeinsame Ausflug in die Gedenkstätte „Runde Ecke“ nach Leipzig. Die Besichtigung vermittelte eindrucksvolle Einblicke in die Zeit der Friedlichen Revolution und in die Arbeitsweise der Staatssicherheit der ehemaligen DDR. Auch die Rolle der Kirchen in dieser bewegenden Zeit wurde anschaulich dargestellt.
Für viele war dies eine Erinnerung an Ereignisse, die mittlerweile mehr als drei Jahrzehnte zurückliegen. Umso wichtiger war die Erkenntnis, dass Freiheit und Demokratie keine Selbstverständlichkeit sind, sondern immer wieder neu wertgeschätzt und bewahrt werden müssen.
Gemeinschaft trotz Sommerhitze
Am Nachmittag wurde auf dem Kirchengelände gemeinsam gefeiert. Die hochsommerlichen Temperaturen verlangten zwar allen etwas ab, boten aber auch Gelegenheit für eine willkommene Abkühlung. Planschbecken, Wasserspritzen und jede Menge gute Laune sorgten dafür, dass nicht nur die Kinder ihren Spaß hatten – auch einige Erwachsene ließen sich gern erfrischen.
Für die jüngeren Gäste gab es darüber hinaus viele weitere Möglichkeiten, den Nachmittag zu genießen. Ob beim kreativen Gestalten kleiner Kunstwerke oder beim Austoben auf der Hüpfburg – Langeweile kam garantiert nicht auf.
Bei der Gemeindeolympiade waren Geschicklichkeit, Teamgeist und manchmal auch eine ruhige Hand gefragt. Wer beim Bibelquiz punkten wollte, brauchte zusätzlich ein gutes Gedächtnis und Kenntnisse der Heiligen Schrift. So kam jeder auf seine Kosten.
Zwei Vorsteher – eine Gemeinde
Den Abschluss des Wochenendes bildete der gemeinsame Gottesdienst am Sonntag der von beiden Gemeindevorstehern durchgeführt wurde. Aufgrund der sommerlichen Temperaturen wurde dieser kurzerhand in den Schatten der Bäume hinter der Kirche verlegt. Eine Entscheidung, die sich als ebenso angenehm wie stimmungsvoll erwies.
Der Gottesdienst stand unter dem Bibelwort aus Jeremia 29,11: „Denn ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der HERR: Gedanken des Friedens und nicht des Leides, dass ich euch gebe Zukunft und Hoffnung.“ Er diente zugleich als Vorbereitung auf den folgenden Sonntag, an dem in der Neuapostolischen Kirche weltweit der Gottesdienst zum Gedenken an die Entschlafenen gefeiert wird. Die Predigt lenkte den Blick auf die Hoffnung, die Gott den Lebenden wie den Entschlafenen schenkt.
Obwohl Taucha und Augsburg-Haunstetten rund 400 Kilometer voneinander trennen, wurde in diesem Gottesdienst sichtbar, was christliche Gemeinschaft ausmacht: zwei Gemeinden – und doch eine Gemeinde in Christus.
So ging ein Wochenende zu Ende, das einmal mehr zeigte, dass gelebte Gemeinschaft von Begegnungen lebt. Die Vorfreude auf das nächste Wiedersehen ist auf beiden Seiten schon jetzt groß.
Neuapostolische Kirche