„Und er nahm das Brot, dankte und brach's...“

Am Nachmittag des 17. April 2014 – Gründonnerstag – trafen sich die Kinder der Sonntagsschule der Gemeinde Halle (Saale) mit ihren Lehrerinnen, um gemeinsam des Karfreitags- und Ostergeschehens zu gedenken. In den vergangenen Unterrichtsstunden war das Passionsgeschehen ausführlich besprochen worden und sollte nun mit Aktivitäten vertieft werden.

Nach einer spielerischen Willkommensphase wurde das Zusammensein mit einem Gebetskreis eröffnet. 3 Programmpunkte, alle mit dem Buchstaben „A“ beginnend, standen im Verlauf des Zusammenseins auf dem Programm.

Altarschmuck

Zum Karfreitag sollte der Altar besonders würdig geschmückt sein. Die Kinder stellten im Gespräch fest, dass die Farbe „Rot“ am besten zum Karfreitag passte. „Zufälligerweise“ waren rote Rosen mit stacheligem grünem Kraut vorbereitet und konnten mit Hilfe der Mädchen am Altar platziert werden.

Die Jungen trugen ein Kreuz mit Dornenkrone in den Kirchenraum und beschwerten dies zum besseren Halt mit Steinen. Im Anschluss (nach dem Händewaschen) durften sie die Hostien in die Abendmahlskelche und Patenen legen und somit den Altar für den Gottesdienst vorbereiten.

Andenken

Nach kurzer Spielpause wurde der zweite A-Programmpunkt, ein „Andenken“, gestaltet. Liebevoll hatte ein Diakon der Gemeinde für jeden ein kleines Kreuz vorbereitet, welches die Kinder zusammennageln und im Anschluss mit Schriftzügen gestalten konnten.

Abendmahl

Der Höhepunkt des Abends war ein Abendessen im Gedenken des letzten Abendmahles Jesu mit seinen Jüngern. Eines der Mädchen stellte erstaunt fest, dass auch bei uns am Tisch zwölf Personen anwesend waren. Und die Hauptperson – Jesus – sollte mitten in unserem Herzen sein.

Andachtsvolle Stille konnten alle erleben, als zum Eröffnen des Gedenkmahles ein Licht schweigend weitergereicht wurde: In Stille an Jesus denken und seine Nähe spüren – ein beeindruckendes Erleben für alle Anwesenden.

Gebrochenes frisches Brot, vom Bäcker und selbst gebacken, schmeckte dann einfach köstlich! Roter Traubensaft war der „Wein“ dazu.

Zum Abschluss des Abends führte eine Schlafanzugwanderung im Taschenlampenlicht zum Altar, an welchem jedes Kind sein gebasteltes Kreuz ablegen durfte. Zurück im Gemeinschaftsraum kuschelte sich jeder in seinen mitgebrachten Schlafsack und nach einem kindgerechten Passionshörspiel schliefen alle einen erholsamen „Kirchenschlaf“.

Der nächste Morgen begann mit einem Pyjamafrühstück. Danach nahmen die Eltern ihre Kinder wieder in Empfang und gemeinsam wurde der Karfreitagsgottesdienst erlebt. Er war Abschluss eines Zusammenseins, durch das die Kinder das Passionsgeschehen einmal ganz bewusst erleben konnten.

Autor: C.B./Fotos: C.B.