Sommer, Sonne und die „bunte Stadt am Harz“

„Wie wäre es 'mal wieder mit einem Chorausflug in diesem Jahr?“ Diese etwas vorsichtige Frage des Dirigenten der Gemeinde Halle im Frühjahr fand sehr viel Zustimmung... und auch Geschwister, die sich um die Organisation kümmerten.

So wurden verschiedene Vorschläge zu sehenswerten Städten eingereicht, eine Teilnehmerliste ausgehängt und langsam klärte sich alles zu einem Ziel und Datum: Nach Wernigerode am 13. Juli 2013.

Für manchen heutzutage ungewohnt begann die Reise 07:45 Uhr auf dem Hauptbahnhof Halle (Saale). Mit dem Regionalexpress ging es Richtung Harz. 34 Teilnehmer, darunter 9 Kinder, mussten mit vielen anderen Reisenden, Fahrrädern, Kinderwagen und Rucksäcken einen Platz finden, aber es klappte letztendlich.

In Wernigerode angekommen, ging es zuerst per pedes in den Miniaturenpark „Kleiner Harz“ im Bürgerpark der Stadt. An etwa 50 kulturhistorisch interessanten Bauwerken vorbei kann man hier den Harz von der Kaiserpfalz in Goslar über viele andere Städte und Orte dieses Mittelgebirges bis nach Wernigerode „durchwandern“. Für die Kinder waren besonders die Schmalspurbahn zum Brocken und diverse andere technische Exponate reine Magneten. Die Modelle im Maßstab 1:25 sind mit sehr viel Akribie und Detailtreue in monatelanger, manchmal jahrelanger Arbeit gefertigt worden.

Wandern und Staunen macht hungrig und müde. Dem wurde im nebenan liegenden Bürgerpark abgeholfen. Schatten, ausruhen, Picknick, Aussichtsturm besteigen oder spielen, je nach Lebensalter und Kraft, waren angesagt.

Zur Mittagszeit holte uns eine der Wernigeröder Stadtbahnen ab und brachte uns zum Schloss hinauf. Dort konnten wir eine „echte“ Hexe bei ihrem Auftritt erleben, das Schlossmuseum besichtigen oder einfach die Aussicht von den Zinnen auf die wirklich „bunte Stadt am Harz“ und ihre Umgebung genießen.

Genießen war auch im Schlosscafé angesagt, wo alle sich ein schattiges Plätzchen und etwas gegen den Durst und für den Gaumen suchten.

Hier war auch Gelegenheit, ein Quiz über den Harz, die Stadt und neuapostolisches Wissen zu beantworten. Da einige „Stolperstellen“ eingebaut waren, hatten selbst die Sieger „nur“ 18 von 19 Fragen richtig beantwortet.

Unser Dirigent hatte noch einen Höhepunkt für uns. Wir durften in der Schlosskirche die Orgel hören und selbst singen. Die Akustik in diesem sakralen Bauwerk ist bemerkenswert. Auch die Kinder leisteten mit „Himmelsau, licht und blau…“ ihren Beitrag. Zuhörende Besucher des Schlossmuseums spendeten spontan Beifall.

Wie bei allem Schönen war auch hier die Zeit viel zu schnell vorbei und wir ließen uns wieder von der Stadtbahn, verbunden mit einer kleinen Stadtrundfahrt, zum Bahnhof bringen.

Mit etwas Verspätung, aber wohlbehalten, ohne Unfall, Ärger oder (Kinder-)Tränen fand ein sehr schöner, in allem ungetrübter Tag um 18:00 Uhr sein Ende.

Unser Dank gilt allen, die sich eingebracht haben von der Idee über die Vorbereitung und Organisation bis zum Mitmachen.

So wünschen wir uns „Gemeinde“.

Autor: B.Z./Fotos: F.N.