11. Nacht der Kirchen in Halle (Saale)

„Einladung zum Leben: Was mir heilig ist…“ war die Überschrift zur diesjährigen Nacht der Kirchen in Halle (Saale). Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen konnte 58 Kirchen und Religionsgemeinschaften zur Teilnahme gewinnen.

Die neuapostolische Kirchengemeinde Halle, inzwischen mit Gaststatus in der ACK, beteiligte sich zum zehnten Male. Im ersten Jahr 2001 war dies wegen des Kirchenneubaus nicht möglich gewesen.

In diesem Jahr feierten die Geschwister und Besucher in der halleschen Pfälzer Straße 16 gleichzeitig das 10-jährige Bestehen des Gemeindezentrums. Somit gingen Gemeindefest und Nacht der Kirchen ineinander über.

Abschluss des Festes und Beginn der ökumenischen Veranstaltung um 18:00 Uhr war eine musikalische Andacht unter dem Thema: Heilig, Heilig, Heilig…, gestaltet von den Sängern und Instrumentalisten der Kirchengemeinde Halle. Viele Besucher waren extra zu diesem Programmpunkt, der auch in dem jedes Jahr speziell zur Nacht der Kirchen herausgegebenen Faltblatt enthalten war, gekommen. Liedvorträge, Rezitationen und Instrumentalstücke wechselten sich, sehr gut aufeinander abgestimmt, in diesem fünfzigminütigen Programm ab.

Parallel zur Andacht und über den gesamten Abend geöffnet war eine Ausstellung zu „Heiligen Schriften“ und christlicher Literatur zu besichtigen. Viele Fragen wurden von dem interessierten Publikum gestellt und konnten von dem überaus kompetenten Betreuer der Ausstellung beantwortet werden.

Nach dem geistigen Hörgenuss der Andacht wurde im Freien auch leibliche Stärkung gereicht, ehe es 20:00 Uhr zu einer Gesprächsrunde: „Was mir heilig ist…Glaube zwischen Tradition und Erneuerung“ wieder in das Innere des Gemeindezentrums ging.

Nach einem kurzen Impulsvortrag zum Thema äußerten ältere und jüngere Gemeindemitglieder ihre Gedanken zu dem, was ihnen persönlich heilig war, ist und bleiben soll. Leider waren zu dieser Veranstaltung nur wenige Besucher aus anderen christlichen Kreisen anwesend.

Dafür waren die anschließenden zwei Stunden bis Mitternacht noch gut besucht, angefüllt mit Gesprächen über Gemeinde und Glauben, Zuhören bei den Orgelvorträgen oder Stöbern in der ausgestellten Literatur.

Das Kirchengebäude ließen sich die meisten Gäste gern zeigen und erklären, war es doch einmal etwas anderes als die bekannten, in früheren Jahrhunderten erbauten, Stadt- oder Dorfkirchen. Eine Fotoschau zur Chronik der Gemeinde und des Baugeschehens vor zehn Jahren lockte auch manchen Betrachter.

Als kurz nach Mitternacht die Türen geschlossen wurden, waren wir unserem himmlischen Vater sehr dankbar für diese gelungene Veranstaltung innerhalb der christlichen Gemeinschaft der Stadt Halle.

Ein herzlicher Dank geht auch an alle, die zum Gelingen so begeistert und tatkräftig beigetragen haben.

B.Z. / Fotos: F.N.