125 Jahre neuapostolische Kirchengemeinde in Halle (Saale)

Am 21. November 2021 beging die Gemeinde Halle (Saale) in einem besonderen Gottesdienst ihr 125-jähriges Jubiläum.

Das eigentliche Datum des Jubiläums war zwar schon am 23. Oktober (andere Quellen beziehen sich auf den 12. Oktober), aber verschiedene Umstände führten zur „Terminverschiebung“.

Der Gottesdienst stand unter dem Bibelwort aus Psalm 145, Verse 2 und 3:

„Ich will dich täglich loben und deinen Namen rühmen immer und ewiglich.

Der Herr ist groß und sehr zu loben, und seine Größe ist unausforschlich.“

Er war geprägt von Lob und Dank, aber auch dem Wahrnehmen der Lebensfragen, immer mit Blick auf Gott unserem Vater, dem alles möglich ist. …

Dank und Evangelium wurden auch musikalisch gepredigt - gestaltet durch Instrumentalisten, ein Quartett und die Gemeinde. Die Lieder „Nun danket alle Gott …“ und „Danket dem Herrn…“ stimmten die Anwesenden ein.

In den Predigten kam zum Ausdruck, dass die Gemeinde über die vielen Jahre immer ein „geistliches zu Hause“ für jeden sein konnte; für die über Neunzigjährigen wie für die Jüngsten, für die, die bereits siebzig, achtzig Jahre die Gemeinde ausmachen und auch für die neu Hinzugekommenen. Alle können darauf bauen, dass in den vergangenen Jahrzehnten Gemeinde durch die Gläubigen gebaut wurde – gegründet auf dem Fundament des Evangeliums.

Die Kinder hatten einen Stadtplan von Halle gestaltet, der die in den Jahren entstandenen Stadtgemeinden und genutzten Versammlungsstätten aufzeigte. Umrahmt war er von Handabdrücken der Kinder – Bild dafür, dass sie jetzt schon die Geschichte der Gemeinde mitgestalten.

Mit Beifall wurde der Beitrag der Kinder aufgenommen, die in der „Ich-Form“ erzählend, kleine Episoden aus der reichhaltigen Chronik der Gemeinde zum Besten gaben und damit auf Eckpunkte der Gemeindegeschichte verwiesen.

Als Verbindung zum allgemeinen Kirchenfeiertag, dem „Ewigkeitssonntag“ oder „Totensonntag“, brachten Instrumentalisten der Gemeinde das Lied „Wachet auf, ruft uns die Stimme“* aus der gleichnamigen Kantate von Johann Sebastian Bach (BWV 140) zu Gehör.

Im Gottesdienst wurde derer gedacht, die vor uns waren, die wie „Leuchttürme“ der Gemeinde Orientierung aus dem Evangelium gaben, stärkten, in der Nächstenliebe dienten und den Zusammenhalt förderten.

Seinen Ausklang fand der Gottesdienst u.a. darin, dass die bisherige Leiterin des Kinderchores mit herzlichen Dankesworten, einem kleinen Geschenk und Blumen sowie einer von den Kindern gestalteten Glückwunschkarte von ihrer Aufgabe entbunden wurde - und die Arbeit in jüngere Hände übergab. Über 20 Jahre begleitete sie die Kinder, übte mit ihnen und hat wohl auch manchen geistlichen Impuls gesetzt – letztendlich alles zur Freude der Gemeinde und zuerst zur Ehre Gottes. 

Zum 125-jährigen Jubiläum wurde eine Festschrift erstellt (siehe Grußwort) – ein Rückblick in Dankbarkeit, der aus dem Beteiligtsein im Heute erfolgt und zum Weiterbauen der Gemeinde mit IHM aufrufen kann.

* „Das Lied bezieht sich auf das Gleichnis von den klugen und törichten Jungfrauen (Mt. 25,1–13) sowie die Prophezeiungen Jesajas (Jes. 52,8) und wird insbesondere zum Ende des Kirchenjahres (Ewigkeitssonntag nach evangelischer Tradition) bzw. im Advent (nach katholischer Tradition) gesungen.“

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Wachet_auf,_ruft_uns_die_Stimme