"Kommet her,...ich will euch erquicken."

Apostel Jens Korbien hält den Gottesdienst zum Gedenken an die Entschlafenen in Halle (Saale) am 04.Juli 2021.

Da es auf Grund der aktuellen Hygienebedingungen wieder möglich war, stimmte eine kleine Chorgruppe mit dem oben genannten Lied aus der Chormappe alle Anwesenden auf diesen besonderen Gottesdienst ein.

Nach dem Verlesen des Bibelwortes aus Jesaja 26, Verse 1 bis 3:

„Zu der Zeit wird man das Lied singen im Lande Juda: Wir haben eine feste Stadt, zum Schutze schafft er Mauern und Wehr. Tut auf die Tore, dass hineingehe das gerechte Volk, das den Glauben bewahrt! Wer festen Herzens ist, dem bewahrst du Frieden; denn er verlässt sich auf dich.“

begrüßte Apostel Jens Korbien die anwesende Gemeinde und die per Telefonkonferenz zugeschalteten Geschwister aus dem Bezirk Leipzig und bat sie, sich mit der jenseitigen Welt zu verbinden, um auch dort: „…Herzenstüren zu öffnen.“

Auf das Bibelwort eingehend, stellte der Dienstleiter die besonderen Vorzüge einer befestigten Stadt in früheren Zeiten und der ewigen, himmlischen Stadt, die uns erwartet, in einen Zusammenhang.

Eine Stadt bot den Bewohnern Schutz und Sicherheit. Außerhalb der Stadtmauern gab es Gefahren, war man bösartigen Angriffen ausgesetzt.

Diesem Bild wurde die „neue Stadt Gottes“ gegenübergestellt, wie sie bereits im Eingangslied der Gemeinde (NGB 336) besungen wurde. Sie ist gegründet auf Jesus Christus, hat feste Mauern im Apostelamt, im Gebet, im Heiligen Abendmahl und der Gemeinschaft.

So wie der Prophet Jesaja seine Zeitgenossen aufruft: „… die Tore zu öffnen, damit das gerechte Volk in die Stadt hineingehen kann…“ wollen auch wir die Gelegenheit nutzen, in diese Stadt gehen und unseren Nächsten mitnehmen.

Der Reichtum dieser Stadt sind Bewahrung und Gnade des Herrn. Keiner kann auf Rechte oder Entschädigung pochen. Es zählt nur der Glaube an Jesus Christus.

Es ist unsere Glaubensauffassung, dass auch die Seelen im Entschlafenenbereich sich von Ungerechtigkeit und Unversöhnlichkeit lösen müssen, um Bewohner der neuen Stadt werden zu können.

Es stärken und bewahren uns dabei: Glaube, Freude und Bereitschaft zu dienen. Und wir können gewiss sein, es ist Raum für alle da, auch für die Zuletztkommenden.

Auf Grund des Zeitrahmens verzichtete Apostel Korbien auf eine Co-Predigt. Es war noch ein besonderer Höhepunkt in diesem Gottesdienst vorgesehen: Einem Glaubensbruder wurde das Sakrament der Heiligen Versiegelung gespendet, er wurde Mitglied der Neuapostolischen Kirche.

Nach den weiteren liturgischen Handlungen bereitete der Dienstleiter die Gemeinde auf das Fürbittgebet für die Seelen aus dem Entschlafenenbereich vor. Er betonte dabei, dass wir

g e m e i n s a m beten. Nicht alle im Jenseits sind uns bekannt – aber keiner ist vergessen!

Der Gottesdienst wurde in den einzelnen Abschnitten von der Chorgruppe, einem Instrumentalensemble sowie von Klavier- und Orgelvorträgen gestaltet.

In seinen abschließenden Worten ging der Apostel noch auf den Vortag ein. Da war er ebenfalls in Halle (Saale) gewesen und hatte einem Ehepaar den Segen zur Kronjuwelenhochzeit gespendet. Die Eheleute können dankbar auf 75 gemeinsame Ehejahre zurückblicken. Die Videobotschaft des Chores und das Glückwunschschreiben der Gemeindemitglieder haben sie sehr erfreut und sie danken mit herzlichen Grüßen.