Höher als die Türmerwohnung

Auch in diesem Jahr ist unsere Gemeinde Sammelstelle im Rahmen der Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ gewesen. Der nachfolgende Bericht gibt einen kleinen Einblick.

Was hat die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ mit der halleschen Marktkirche zu tun? Gar nichts!

Aber dennoch sollen deren „Hausmannstürme“ als Maßstab herhalten. Denn die in diesem Jahr gespendeten, kontrollierten und versandfertig gemachten 1249 Päckchen ergeben übereinander gestapelt drei Türme, die bis zur Brücke in Höhe der ehemaligen Türmerwohnung der „Hausmannstürme“ reichen – ca. 43 m über dem Marktplatz!

Überragend war auch der Einsatz vieler Schwestern und Brüder, die sich an der Aktion – die durch unsere Gemeinde als Sammelstelle bereits seit 8 Jahren betreut wird – beteiligten. Etwa 40 Helfer „rotierten“ vor Ort. Darunter viele Kinder unserer  Gemeinde, aber auch zeitweise die Bauarbeiter der Baustelle vor unserer Kirche – die beim Abladen der Päckchen halfen – Nachbarn, Freunde von Glaubensgeschwistern. Man kam sich näher…

Da das Auto auf Grund einer Baustelle die Kirche nicht anfahren konnte, mussten ca. 700 Päckchen durch die Musikschule im Robert-Franz-Ring transportiert werden. Da fielen selbst Zaunfelder, um die Päckchen über die Grundstücke tragen zu können. Auch der Direktor der Musikschule ließ es sich nicht nehmen mit anzupacken.

Aus der Gemeinde kamen 400,-€ und durch Spenden von Firmen weitere 800 € zusammen, die genutzt wurden, um supergünstig Notwendiges zum Ergänzen der Päckchen einzukaufen.

Durch die Wohnungsgenossenschaft „Frohe Zukunft“ wurden – wie bereits 2016 – kostenfrei ein Fahrzeug und ein Fahrer gestellt, um Päckchen von Sammelstellen in Halle, Leipzig, Merseburg und Umgebung einzusammeln.

Ja, es ist auch eine Herausforderung neben allem anderen in einem engen Zeitfenster zu organisieren, sich abzustimmen, anzupacken. Aber diese Herausforderung bot nicht nur die Chance, sondern ließ die Beteiligten vielfältig auch Nächstenliebe erfahren, Gemeinschaft erleben, den Glauben bekennen.

1249 Kindern kann somit eine Freude bereitet werden. Und wieder wird mit der Übergabe der Päckchen – so wie es die Situation vor Ort erlaubt – das Evangelium mit der Weihnachtsbotschaft verkündigt.

Was bleibt? Die erlebte Gemeinschaft beim Helfen, viele unglaublich schöne Erlebnisse beim Vorbereiten, Organisieren und Durchführen und das Wahrnehmen der Hilfe Gottes. Neue Bekanntschaften, Gespräche, erlebter Beistand Gottes bereicherten diese Zeit. Die mithelfenden Kinder konnten erfahren wie es ist, zu helfen, zu teilen, Gutes zu tun, mitzuempfinden.

Es hat auch uns als Glaubensgeschwister der Gemeinde wieder gut getan, gemeinsam – jeder nach seinen Möglichkeiten – sich einzubringen.

Danke an alle Päckchenpacker, Spendengeber, Mitarbeiter, Geschenkebesorger, Päckchenkontrolleure, Verpackungskünstler, Bauarbeiter, Musikschuldirektoren, Chauffeure, stille Unterstützer, betende Hände …

„Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.“       (Matth. 25,40)